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Tierheim Heidelberg

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„Ein Hundeführerschein würde Sinn machen”

Tierheim Heidelberg

Das Tierheim Heidelberg nimmt jährlich bis zu 2000 Tiere auf und vermittelt den Großteil davon an neue Besitzerinnen und Besitzer. Unter Verwaltung des Tierschutzvereins Heidelberg leisten die Tierpflegerinnen und Tierpfleger des Tierheims wichtige Arbeit. Quadratestadt hat mit der Leiterin des Tierheims, Desireé Stier-Schwab, über ihre Arbeit und die Entwicklungen der letzten Jahre im Umgang mit Haustieren gesprochen.

 

Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten, Schildkröten, aber vor allem Katzen und Hunde finden im Tierheim Heidelberg ein neues, oft vorübergehendes, Zuhause.  In den letzten Jahren ist das Interesse an Haustieren bundesweit gestiegen und damit auch die Zahl der Tiere, die schnell wieder in ein Tierheim gebracht wurden. Desireé Stier-Schwab kann für das Tierheim Heidelberg in diesem Zusammenhang aber Entwarnung geben. Dort käme es selten vor, dass Tiere wieder zurückgegeben werden. Das könnte auch daran liegen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon bei der Vermittlung der Tiere darauf achten, wo die tierischen Heimbewohner einmal leben sollen. Die Leiterin erzählt:

„Wir schauen ganz genau wo unsere Tiere hinkommen und versuchen im Vorfeld darauf zu achten, ob es funktionieren wird. Es sind wirklich nur wenige Tiere, die zu uns zurückgebracht werden.“

Dass mehr Haustiere aufgenommen wurden und der finanzielle Aufwand häufig unterschätzt wird, merken die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tierheims allerdings an anderer Stelle:

„Wir haben auch eine kleine Tiertafel: ,Tierisch Hunger‘. Da merkt man schon, dass viele Leute sich Tiere holen und dann auf Futterspenden angewiesen sind.“

Das Projekt „Tierisch Hunger“ der Tierheims Heidelberg will bedürftige Menschen bei der Verpflegung ihrer Tiere unterstützen. Bei der wöchentlichen Futterausgabe können Personen, die Ihre Bedürftigkeit oder geringe Rente nachweisen können, Futterrationen für ihre Haustiere abholen.

Jährlich nimmt das Tierheim zwischen 1000 und 2000 Tieren auf, laut Angaben der Heimleiterin. Dabei handelt es sich um Fundtiere, Tiere, die abgegeben werden aber auch sichergestellte Tiere. Unter den Fundtieren sind vor allem Katzen. Weil viele Menschen ihre Katze oder ihren Kater nicht kennzeichnen lassen, gestaltet sich die Rückvermittlung hier häufig schwierig.

Das Tierheim Heidelberg ist Anlaufstelle für mehrere Gemeinden außerhalb des Heidelberger Stadtgebiets. So können Tiere aus Gemeinden in der Umgebung, wie beispielsweise Oftersheim, Plankstadt, Schwetzingen oder Neulußheim abgegeben werden. Wer in diesen Orten wohnt, kann zudem das Angebot von „Tierisch Hunger“ in Anspruch nehmen.

Für eine bessere Haltung der Tiere plädiert Desireé Stier-Schwab für einen Hundeführerschein.

„Ich denke ein Hundeführerschein würde Sinn machen. Ich sehe manchmal Leute, die können nicht einmal richtig die Leine halten. Da wäre so etwas schon angebracht.“, findet die gelernte Tierpflegerin.

Wer schon einmal üben will, kann sich als ehrenamtliche(r) Gassigeher oder Gassigeherin bewerben. In diesem Bereich sucht das Tierheim vor allem nach Menschen, die sich den Umgang mit großen, kräftigen Hunden zutrauen. Bei Interesse kann man sich via E-Mail beim Tierheim bewerben. Auch über Futter- und Sachspenden freut sich das Tierheim.

An ihrer Arbeit liebt Desireé Stier-Schwab vor allem den Moment, wenn ein Tier einen neuen Besitzer findet.

„Am schönsten ist es, wenn ein Tier vermittelt wird. Da freut man sich jedes Mal natürlich mit. Vor allem wenn es alte Tiere sind, die zum Beispiel nach dem Tod ihres Besitzers zu uns kommen. Wenn solche Tiere dann noch einmal ein Zuhause finden, dann ist das toll.“

Wer über ein Haustier in Verbindung mit Weihnachten oder wohlmöglich als Geschenk nachdenkt, dem rät die Heimleitung dazu, nichts zu überstürzen:

„Wir raten immer dazu, einen Gutschein für das Tierheim zu verschenken. Da kann dann notiert werden, dass sich die Person das Tier aussucht und der Betrag dafür übernommen wird.“

Wegen der aktuellen Infektionslage werden aktuell keine Besuchertage veranstaltet. Wer auf der Suche nach einem Haustier ist, kann allerdings einen festen Termin mit dem Tierheim vereinbaren und dann persönlich vorbeischauen. Und falls auf anderem Weg für tierisch schöne Weihnachten gesorgt werden möchte: Das Tierheim hat auch einen Amazon-Wunschzettel mit Dingen, die es benötigt. Zudem geht mit dem Kauf eines About Heidelberg Kalenders jeweils ein Euro des Erlöses an das Tierheim Heidelberg.

 

Redakteurin: Julia Faulhaber

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