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Bernd Zieger im Interview

AUTORIN: JULIA BLANK

Mit Bernd Zieger treffe ich mich an einem Sonntagnachmittag. Der Betriebsratvorsitzende ist nun bereits seit 2014 Stadtrat der LINKEN, außerdem ist er im Aufsichtsrat der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GGH, Mitglied bei ver.di, Greenpeace und einem Schachverein. Wir sitzen in der Sonne zusammen und sprechen über sein wohl größtes Projekt: Die Kandidatur als Oberbürgermeister Heidelbergs.

Eine „Aufwärmfrage“ zu allererst. Die kalte Jahreszeit kommt: Lieber Glühwein oder Tee?

Glühwein (lacht).

Apropos warme Getränke: Müssen wir wegen der Energiekrise bald kollektiv frieren in Heidelberg? Wie wollen Sie den Umstieg auf erneuerbare Energien schaffen?

Nein, das denke ich nicht. Die Stadtwerke haben Vorsorge getroffen, sodass es nicht notwendig sein wird, dass Menschen in Heidelberg frieren.

Der Studentenwohnpreisindex zog in Heidelberg dieses Jahr um 11,8% an (MLP). Wie wollen Sie bezahlbaren Wohnraum schaffen?

Das ist für mich ein ganz wichtiges Thema. Nur die wenigsten Studierenden können in Heidelberg in einem Studierendenwohnheim wohnen  und deshalb möchte ich mich dafür einsetzen, dass mehr gebaut wird. Auf dem Gelände des Patrick-Henry-Villages beispielsweise sollten Objekte für das Studierendenwerk zur Verfügung gestellt werden. Auch für mehr selbstverwaltete Wohnprojekte möchte ich mich einsetzen.

 

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Sie planen auch eine 50-Prozent-Quote für sozialen Wohnungsbau.  Wie wollen Sie das finanzieren?

Für den Bau von Sozialwohnungen gibt es Unterstützung vom Land, die sogenannte Landeswohnraumförderung. Damit rechnet sich der soziale Wohnungsbau auch für private Investoren und Investorinnen. Auf diesem Weg können wir die 50-Prozent-Quote erreichen.

Es ist Ihnen sehr wichtig, dass sich junge Menschen mehr politisch beteiligen (können)? Warum?

Die Stadt gehört uns allen und leider ist es in der Kommunalpolitik so, dass vor allem die älteren Bürger:innen zur Wahl gehen. Das muss sich ändern, damit die Wünsche und Ziele von allen Heidelberger:innen vertreten werden können.

Heidelberg hat kaum ein Nachtleben– Gedenken Sie, das zu ändern? Wie möchten Sie die Stadt sonst noch attraktiver für junge Leute gestalten?

Ich bin für liberale Kneipenöffnungszeiten und gegen Alkoholverkaufsverbote auf öffentlichen Plätzen oder die Sperrung der Neckarwiese. Wir müssen außerdem wieder dafür sorgen, dass es mehr Nachtclubs gibt. Da kann die Stadt Räume anmieten und günstig zur Verfügung stellen.

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Sie schreiben in ihrem Wahlprogramm, dass sie feministische, queere und migrantische Kultur fördern wollen- wie?

Zum Beispiel durch das Einrichten eines queeren Zentrums. Insgesamt denke ich, dass die Stadt schon viele Gelder für Kultur ausgibt und es trotzdem eine Unzufriedenheit unter Kulturschaffenden gib. Es besteht zum Beispiel ein Mangel an Veranstaltungsräumen und diese sollte die Stadt kostenlos zur Verfügung stellen. Sodass jede:r die Möglichkeit hat, sich zu entwickeln und zu entfalten.

Einer ihrer Slogans lautet: „Den Mutigen gehört die Welt.“ Sie arbeiten für eine Lebensversicherung. Spricht das nicht eher für einen sicheren Weg, statt für einen mutigen?

Gute Frage (lacht). Mutig muss man immer sein. Man muss Zivilcourage zeigen, Ideen haben und Mut beweisen, wenn man die Welt verbessern möchte. Das habe ich.

Wenn Sie drei Wünsche für Heidelberg frei hätten, was würden Sie sich wünschen?

Ganz viel bezahlbaren Wohnraum, einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr und mehr Grünflächen in Heidelberg.

Möchten Sie abschließend noch etwas loswerden?

Ja! Geht wählen!

Alles klar! Dann vielen Dank für das Interview Herr Zieger!

AUTORIN: JULIA BLANK